So funktioniert ein E-Bike
Früher meist als Rentnerfahrzeug abgetan, findet das E-Bike (auch Pedelec) mittlerweile auch immer mehr Anklang bei jüngeren Generationen. Mit dem E-Bike können Sie auch als unkonditionierter Fahrer längere Wegstrecken und Anstiege mühelos meistern.
Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei einem E-Bike um ein Fahrrad mit elektronischem Hilfsmotor. Mit einem Mofa oder ähnlichem Gefährt ist es jedoch nicht zu vergleichen. Hier wirkt der Elektromotor lediglich unterstützend. Funktionierte das “Gasgeben” bei älteren Modellen meist mit einem Griff am Lenker, so arbeiten die Motoren heute hauptsächlich nach dem Prinzip der Tretkraftverstärkung. Ein Sensor berechnet die Trittfrequenz des Fahrers und gibt entsprechende Impulse an den Motor weiter. Über ein Lenkraddisplay kann der Fahrer die eigene Tretkraft je nach Modell um bis zu 400 % steigern. E-Bikes besitzen neben dem Elektromotor noch einen Lithium-Ionen Akku. Die Akkus lassen sich je nach Modell zwischen 600-1000 Mal aufladen. Danach ist ein neuer Akku fällig, welcher mit ca. 200- 400€ zu Buche schlägt. Dafür ist das Laden günstig: Eine Aufladung kostet nur ca. 10Cent und bringt Sie dabei, je nach Fahrweise, bis zu 80km weit.
Der Motor eines E-Bikes kann auf drei Arten verbaut sein: Entweder sitzt er am Vorder- oder Hinterrad oder aber er ist mittig unter dem Tretlager verbaut. Der am Vorderrad befestigte Motor, sorgt für ein gutes Fahrverhalten in Kurven, neigt jedoch dazu das Vorderrad beim Beschleunigen durchdrehen zu lassen, da der Schwerpunkt des Rades weiter hinten liegt. Dafür gibt es hier jedoch die Möglichkeit, eine Rücktrittbremse zu nutzen. Die so beim Bremsen wiedergewonnene Energie (Nutzbremse) wird wieder in den Akku eingespeist. Der mittig verbaute Motor ist der am weitesten verbreitete Antrieb. Der Schwerpunkt ist perfekt verlagert, jedoch muss man hier auf die Rücktrittbremse verzichten.
Der Motor im Hinterrad verspricht ähnlichen Fahrspass wie ein PKW mit Heckantrieb. Hier geht keine Kraft bei der Übertragung verloren, jedoch verlagert sich erneut der Schwerpunkt des Rades.
Für welches Modell man sich letztendlich entscheidet ist Geschmacksache. Eine Probefahrt sollte man jedoch auf keinen Fall auslassen.
Die herkömmlichen E-Bikes fahren bis zu 25km schnell. Damit unterliegen sie den normalen Gesetzen die auch für Fahradfahrer gelten. Bei Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45km/h, bedarf es einem Mofaführerschein (Klasse M) sowie ein entsprechendes Kennzeichen und Versicherungsschutz.
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