Österreich ist Mittelpunkt Europas
Weder der Walzer op.314, “An der schönen blauen Donau” von Johann Strauss jun. noch der “Radetzky-Marsch” von Johann Strauss sen. sind, obwohl oft damit assoziiert, die Nationalhymnen der Republik Österreich. “Land der Berge, Land am Strome” ist der Titel der Bundeshymne. Der Text stammt aus der Feder der Lyrikerin “Paula von Preradowi”. Bei der Melodie handelt es sich um das “Kettenlied” KV 623a aus der Freimaurerkantate von Wolfgang Amadeus Mozart. Österreich, die Alpenrepublik im Herzen Europas, erstreckt sich zum überwiegenden Teil seines Territoriums über die grandiosen Ostalpen. Hier gibt es mehr als eintausend über 3 000 Meter hohe Berge. Die Donau fließt durch das Land zum Schwarzen Meer hin – so ist die Titelzeile der Hymne erklärt. Die Parlamentarische Bundesrepublik hat 8,35 Millionen Einwohner mit einem bedeutenden Anteil ausländischer Zuwanderer, Montenegriner, Serben, Türken und Deutsche. Die Staatsfläche beträgt 84 000 km² und als Mitglied der EU bezahlen die Österreicher mit dem Euro. Hauptstadt des Landes ist Wien, weitere große Städte sind Salzburg, Linz und Graz. Die Republik verfügt über hohe ökonomische Potenzen, die Volkswirtschaft funktioniert nach dem Modell der österreichischen Sozialpartnerschaft.
Der Sektor Dienstleistungen, hier vorrangig der Tourismus, hat vor der Industrie den überwiegenden Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Leistung. Der Anteil der Land- und Forstwirtschaft ist gering. Historisch entwickelten sich die Wurzeln Österreichs nach einer Zeit als Provinz der Römer und der Völkerwanderung 200 nach Christus aus darauf folgenden gotischen, bajuwarischen, alamannischen, slawischen und awarischen Ansiedlungen sowie aus Niederlassungen der Agilofinger im 6. Jahrhundert.?Fast 300 Jahre später dominierte Karl der Große das Territorium. Die Ostmark der Karolinger erstreckte sich über das heutige niederösterreichische Gebiet und ist die Keimzelle Österreichs. Sie wurde Babenberger Grafen zuerkannt und urkundlich erstmalig Ostarrîchi genannt. Das Ostland, lat. Austria, war Basis eines eigenständigen, 1156 gebildeten Herzogtums innerhalb des Heiligen Römischen Reichs. Auf die Babenberger Grafen folgten die Habsburger. Sie generierten das Erzherzogtum Österreich. Ländereien in der Steiermark, Kärnten, Tirol und Krain bildeten die mächtige Herrschaft zu Österreich in den Ostalpen und verhalfen den Habsburgern zur Kaiserwürde. Über die Jahrhunderte folgten die Türkenkriege, Erbfolgekriege, die Regentschaft Maria-Theresias, das Kaisertum Österreichs und die österreichisch-ungarische Doppelmonarchie. 1918 wurde die Republik Österreich gegründet. Heute ist das Land zwischen Rhein und Bodensee der wirtschaftlich starke und touristisch bedeutende Mittelpunkt Europas.
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